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Behandlungen bei Frauen

Brustvergrößerung

Was ist eine Brustvergrößerung?

Der Busen ist seit jeher ein Sinnbild der weiblichen Identität. Es ist daher nicht verwunderlich, dass immer mehr Frauen ihre Brust „optimieren“ wollen. Häufig wird die Brust als zu klein oder zu groß, zu schlaff oder unförmig empfunden. Verantwortlich für den Formverlust sind häufig hormonelle Veränderungen nach der Schwangerschaft oder das Absetzen eines oralen Kontrazeptivums (Pille) sowie Gewichtsschwankungen und altersbedingte Prozesse.

Frauen, die ihrem Dekolleté dauerhaft mehr Fülle verliehen wollen, entscheiden sich deshalb oft für eine Brustvergrößerung (Brustaugmentation, Mammaaugmentation). Heutzutage gehört dieser Wahleingriff zu den beliebtesten Schönheitsoperationen weltweit. Allein in Deutschland legen sich jährlich über 300.000 Frauen für eine vollere Brust unters Messer.

Wie läuft die Brustvergrößerung ab?

Für ein möglichst natürliches Ergebnis wird der Eingriff in einer halb sitzenden Position durchgeführt. Die Schnittführung erfolgt entweder entlang der Unterbrustfalte, am Brustwarzenhofrand oder in der Achselhöhle. Die gewünschten Implantate setzt der Chirurg durch etwa fünf Zentimeter lange Schnitte ein. Dies geschieht entweder subglandulär (hinter der Brustdrüse) oder submuskulär (hinter dem Brustmuskel). Möglich ist auch ein kombiniertes Verfahren. Anschließend werden die Hautschnitte unter Berücksichtigung dünner Drainageschläuche mit feinsten Fäden vernäht. Der zum Schluss angelegte Brustverband sichert das postoperative Ergebnis. Zusätzliche Unterstützung für ihre neue Brust erhält die Patientin durch einen Kompressions-BH, der vier bis sechs Wochen lang getragen werden sollte.

Subglanduläre Technik

Bei dieser Methode werden die Implantate direkt hinter der Brustdrüse (subglandulär) platziert, was die Brust äußerst natürlich aussehen lässt. Allerdings sollte die Patientin hierfür über eine gewisse Hautdicke oder ausreichend Unterhautgewebe verfügen. Anderenfalls könnten sich die Implantate stellenweise durch die Haut abzeichnen. Besonders geeignet ist die subglanduläre Technik bei stämmigeren Patientinnen mit nur leicht hängenden Brüsten.

Submuskuläre Technik

Eine Platzierung der Implantate hinter dem Brustmuskel (submuskulär) verhindert ihre Tastbarkeit, da diese von dem Muskel vollständig bedeckt werden. Daher kommt diese Methode überwiegend bei schlanken Patientinnen mit dünner Haut zum Einsatz. Für sehr sportliche Damen ist sie jedoch weniger geeignet, da bei starker Muskelanspannung ein großer Druck auf die Implantate entstehen könnte. Die subglanduläre Technik wäre in diesem Fall die bessere Lösung.

Dual-Plane-Technik (nach Tebbetts)

Die „Zwei Schichten“-Methode vereint beide Möglichkeiten einer Implantation. Hierbei wird das Implantat größtenteils vom Brustmuskel bedeckt. Lediglich ein Drittel befindet sich direkt unter der Brustdrüse. Diese Technik verspricht ein besonders natürliches Resultat, weswegen sie sich stetig wachsender Beliebtheit erfreut. Geeignet ist sie vor allem für Patientinnen mit einem flachen Brustkorb und tief sitzenden Brüsten.

Implantate

Insgesamt stehen der modernen Chirurgie derzeit über 200 verschiedene Implantat-Typen zur Verfügung. Die Brustimplantate unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Form, Größe und ihres Füllmaterial. Eine entscheidende Rolle spielt auch die Oberflächentextur. Viele Patientinnen mit dem Wunsch nach einer sichtbaren Brustvergrößerung bevorzugen runde Implantate, die den Busen prall und sexy wirken lassen. Zudem sind diese häufig bedeutend günstiger als die anatomischen Implantatkissen. Die Letzteren hingegen verleihen der Brust ein weitaus natürlicheres Aussehen, da ihre Tropfenform der physiologischen Brust nachempfunden ist.

Bei der Auswahl der Implantatgröße sollten stets folgende Kriterien berücksichtigt werden:

  • der Brustumfang
  • das natürliche Brustvolumen
  • die Hautdicke und -elastizität
  • harmonisches Verhältnis zum Körper

Gefüllt sind die Implantatkissen entweder mit Silikon oder mit einer Kochsalzlösung, die in Deutschland jedoch immer seltener Anwendung findet. Ob als formbeständiges flüssiges oder als kohäsives Gel – Silikonimplantate überzeugen vor allem durch ihre realistische Haptik. Die flüssige Substanz birgt jedoch auch einige Risiken. Bei einem Implantatriss kann sie ins umliegende Gewebe auslaufen und somit eine gesundheitliche Gefahr darstellen. Die Kochsalzlösung hingegen ist in hohem Maße gewebeverträglich, da sie vom Körper mit der Zeit vollständig abgebaut wird. Der Nachteil: Mit Kochsalz gefüllten Implantaten wird oftmals eine unnatürliche Haptik zugesprochen.

Entscheidend für den Operationserfolg ist auch die Oberflächenstruktur der Implantate. Im Gegensatz zur glatten Beschaffenheit verhindert die texturierte, raue Oberfläche ein Verrutschen und Drehen des Implantats und senkt gleichzeitig das Risiko für eine Kapselfibrose (mit einer Gewebeverhärtung eingehende Fremdkörperreaktion).


Faktenübersicht:

  • Anästhesie: Vollnarkose oder Lokalanästhesie mit Sedierung
  • Kosten: 5.000-13.000 Euro
  • Dauer: 1-2 Stunden
  • Erholungszeit: 10 Tage, Wiederaufnahme leichter körperlicher Tätigkeiten erst nach 3 Wochen, Sport erst nach Absprache
  • Ergebnis: dauerhaft, wenn keine Komplikationen auftreten
  • Durchführung: stationär für 1-2 Tage
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Brustvergrößerung

Für wen ist eine Brustvergrößerung geeignet?

Bei der Brustvergrößerung handelt es sich um einen Wahleingriff, daher kann hier keine grundsätzliche Empfehlung ausgesprochen werden. Falls Du unter der Größe und Form Deiner Brust leidest und Dir dauerhaft mehr Volumen für Dein Dekolleté wünschst, kann eine Brustvergrößerung Abhilfe schaffen. Allerdings solltest Du berücksichtigen, dass die Implantate einem Alterungsprozess unterliegen und zu einem späteren Zeitpunkt ausgetauscht werden müssen. Ab dem dritten Jahr nach dem Eingriff ist eine jährliche Untersuchung mittels Ultraschall angezeigt.

Für wen ist eine Brustvergrößerung nicht geeignet?

Vor einer Operation sollte unbedingt eine realistische Einschätzung des zu erwartenden Ergebnisses durch den behandelnden ästhetisch-plastischen Chirurgen erfolgen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn die Vorstellung der Patientin in Hinsicht auf Größe und Form der Implantate medizinisch nicht vertretbar ist.

Nicht zu rechtfertigen ist das Operationsrisiko zudem bei einer Autoimmunerkrankung, Blutkrebs oder während einer Strahlentherapie der Brust.

Kontraindiziert ist der Eingriff ebenso bei einer akuten Infektion und schweren Erkältungen mit Fieber sowie bei möglichen Knoten in der Brust.

Nicht behandelt werden außerdem junge Patientinnen unter 18. Jahren, da ihr Körper sich noch im Wachstum befindet. Bei manchen jungen Frauen ist dieser Prozess jedoch auch nach Erreichen der Volljährigkeit noch nicht ganz abgeschlossen, weshalb sich ein Eingriff als unnötig erweisen könnte.

Vorbereitung auf die Brustvergrößerung

Die Entscheidung für oder gegen eine Brustvergrößerung solltest Du gut abwägen. Ein Beratungsgespräch bei einem ästhetisch-plastischen Chirurgen Deines Vertrauens kann schnell Klarheit verschaffen, ob und welcher Eingriff sich lohnt. Einen Schönheitsexperten in Deiner Nähe findest Du über unsere Discover-Beauty-Suche.

Wir haben die wichtigsten Maßnahmen zur Vorbereitung auf eine Brustvergrößerung für Dich zusammengefasst:

Voruntersuchungen: Neben Mammographie und einer Ultraschalluntersuchung der Brust ist in einigen Fällen auch eine Magnetresonanz-Tomographie notwendig. Vor der Operation sind ebenso ein Röntgenbild der Lunge, EKG und ein komplettes Blutbild vorzulegen.

Medikamente: Zwei Wochen vor dem Eingriff sollten weder blutverdünnende Präparate (wie Aspirin oder ASS) noch Schlafmittel eingenommen werden, da diese das Risiko von Nachblutungen signifikant erhöhen.

Genussmittel: Sowohl Alkohol als auch Tabak können Wundheilungsstörungen verursachen, weshalb beide Genussmittel in den letzten Wochen vor der Operation ebenfalls zu meiden sind. Empfohlen wird ein kompletter Zigarettenverzicht von vier Wochen.

Risiken

Jeder chirurgische Eingriff birgt gewisse Risiken. Auch die Brustvergrößerung kann mit verschiedenen Komplikationen einhergehen. Neben Nachblutungen, Entzündungen und Infektionen kann es ebenso zu einer Rotation (Verrutschen) der Implantate kommen. In seltenen Fällen kann sich das Gewebe rund um die Implantate verhärten (Kapselfibrose) und somit zu einer sichtbaren Verformung der Brust führen. Diese lässt sich jedoch durch einen operativen Korrektureingriff beseitigen.


Faktenübersicht:

  • Anästhesie: Vollnarkose oder Lokalanästhesie mit Sedierung
  • Kosten: 5.000-13.000 Euro
  • Dauer: 1-2 Stunden
  • Erholungszeit: 10 Tage, Wiederaufnahme leichter körperlicher Tätigkeiten erst nach 3 Wochen, Sport erst nach Absprache
  • Ergebnis: dauerhaft, wenn keine Komplikationen auftreten
  • Durchführung: stationär für 1-2 Tage
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Brustvergrößerung

Die Kosten liegen zwischen 5.000-13.000 Euro.


Faktenübersicht:

  • Anästhesie: Vollnarkose oder Lokalanästhesie mit Sedierung
  • Kosten: 5.000-13.000 Euro
  • Dauer: 1-2 Stunden
  • Erholungszeit: 10 Tage, Wiederaufnahme leichter körperlicher Tätigkeiten erst nach 3 Wochen, Sport erst nach Absprache
  • Ergebnis: dauerhaft, wenn keine Komplikationen auftreten
  • Durchführung: stationär für 1-2 Tage
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Brustvergrößerung

Nachsorge

Der Schwellung nach der Operation wirkt ein straffer Verband entgegen, der nach wenigen Tagen durch einen Kompressions-BH ausgewechselt wird. Diesen solltest Du insgesamt vier bis sechs Wochen lang tragen. Solltest Du ein starkes Spannungsgefühl in Deinen Brüsten verspüren, kannst Du ruhig zu leichten Schmerzmitteln greifen.

Deine frischoperierte Brust solltest Du besonders schonen. Schmerzhafte Quetschungen lassen sich umgehen, indem Du einige Wochen lang in Rückenlage schläfst. Gegen das nächtliche Drehen helfen kleine Kissen, die Du bequem unter Deinen Armen positionieren kannst.

Nicht resorbierbare Fäden werden nach etwa 14 Tagen entfernt. Der weitere Heilungsverlauf sollte nach sechs Wochen und anschließend weiteren sechs Monaten kontrolliert werden.

Insgesamt dauert die Regenerationsphase etwa vier bis sechs Wochen. In dieser Zeit sind weder sportliche Aktivitäten noch alltägliche Hausarbeiten wie Putzen gestattet. Der Grund: Übt die Brustmuskulatur einen zu starken Druck auf die Implantate aus, können die Letzteren ihre vorgesehene Position verlassen und zu einem unzureichenden ästhetischen Ergebnis führen.

Deine Arbeit kannst Du bereits nach zwei Wochen aufnehmen. Handelt es sich hingegen um eine körperlich anstrengende Tätigkeit, wären weitere Urlaubswochen zu empfehlen. Da es sich um einen ästhetischen Eingriff handelt, wird Dein Chirurg Dir keine Krankschreibung ausstellen können, die Erholungszeit solltest Du daher unbedingt bei Deiner Urlaubplanung berücksichtigen.

Tipps

In die Klinik solltest Du ausschließlich bequeme Kleidung und Schuhe mitnehmen. Ideal sind vor allem Blusen, so kannst Du Dich umziehen, ohne Deine Arme hochstrecken zu müssen.

Gegen unschöne Narben nach der Operation helfen entweder Silikonpflaster oder -Gels. Allerdings solltest Du unbedingt warten, bis sich die Wundränder abgedichtet haben. Mit der Narbenpflege solltest Du erst beginnen, wenn sich auch die Wundkruste gelöst hat. Doch auch bei gewissenhafter Anwendung narbenglättender Produkte kann es bis zu einem Jahr dauern, bis die Narben völlig ausgeheilt sind.

In den ersten zwei Monaten nach dem Eingriff sind die Narben besonders empfindlich gegenüber UV-Strahlen, deshalb solltest Du direkte Sonnenexposition nach Möglichkeit meiden.

Merke Dir: Wer auf sein Sonnenbad oder seinen Solarienbesuch nicht verzichten will, riskiert neben Hyperpigmentierung auch eine starke Narbenwucherung.

 


Faktenübersicht:

  • Anästhesie: Vollnarkose oder Lokalanästhesie mit Sedierung
  • Kosten: 5.000-13.000 Euro
  • Dauer: 1-2 Stunden
  • Erholungszeit: 10 Tage, Wiederaufnahme leichter körperlicher Tätigkeiten erst nach 3 Wochen, Sport erst nach Absprache
  • Ergebnis: dauerhaft, wenn keine Komplikationen auftreten
  • Durchführung: stationär für 1-2 Tage
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