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Der Nasenfaktor Special

Der Nasenfaktor

Was macht ein schönes Gesicht aus? Sind es ausdruckstarke Augen? Ist es ein wohlgeformter Mund? Oder eine besonders reine Haut? Eine klare Aussage darüber zu treffen, was uns an einem Gesicht besonders gut gefällt, ist gar nicht so einfach. Mit den Störfaktoren verhält es sich meist ganz anders. Für eine Vielzahl von Menschen stellt die Nase ein leidiges Thema dar. Als Mittelpunkt des Gesichts zieht sie unweigerlich alle Blicke auf sich, weshalb schon kleine Asymmetrien als besonders störend empfunden werden können.

Bloß nicht auffallen

Während eine markante männliche Nase die weibliche Fantasie durchaus zu beflügeln vermag, gehen die Damen mit der eigenen Gesichtsmitte weitaus kritischer um. Hier gilt die Devise: „Weniger ist mehr!“ Von einer kleineren und schmaleren Nase erhoffen sich Frauen nicht nur harmonischere Gesichtszüge, sondern ein neues Körperbewusstsein und besseres Selbstwertgefühl. Männer hingegen wünschen sich meist keine Nasenverkleinerung, sondern eine Begradigung oder Rekonstruktion des sensiblen Geruchsorgans nach gewaltsamen Einwirkungen wie Unfällen.

Eine Nase für alle?

So unterschiedlich die Korrekturpräferenzen zwischen den Geschlechtern in unseren Breitengraden sind, so einheitlich scheint die „Traumnase“ heutzutage im weltweiten Vergleich definiert zu sein. Die Globalisierung bestimmt offensichtlich nicht nur das wirtschaftliche Geschehen, sondern prägt auch unsere Wahrnehmung von Schönheit. Die ethnischen Vorzüge können bei Nichtgefallen beliebig geändert und angepasst werden. Einst als „Langnasen“ verspottet, stehen europäische Nasen im heutigen Asien ganz oben auf der Wunschliste vieler Optimierungsliebhaber. Flache Nasenrücken werden hierbei mithilfe eines Implantats oder körpereigenen Knorpels aufgebaut. Auch im afrikanischen Raum hat der Trend zur sogenannten „kaukasischen“ (westeuropäischen) Nasenform Einzug gehalten. Neben einer Verfeinerung der Nasenspitze wünschen sich die Patienten oftmals auch eine Erhöhung des Nasenrückens. Umgesetzt wird dies ebenfalls entweder durch Einsetzen eines Ohrknorpelimplantats oder mithilfe von Silikonimplantaten. Unveränderter Beliebtheit erfreut sich die Nasenplastik auch in orientalischen Ländern. Dort sollen sowohl Verkleinerungen als auch Verschmälerungen zu einer westlich aussehenden Nase verhelfen.

Das omnipräsente Schönheitsideal stellt immer mehr Ärzte vor die große Herausforderung, individuelle Patientenwünsche mit den naturgegebenen ethnischen Gesichts(vor)zügen vereinen zu müssen. Ein guter Operateur sollte demnach die Harmonie des Gesichtes sichtbar optimieren können, ohne dabei die kulturellen Merkmale zu verändern.

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