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True blue Beauty

True blue

In den 80ern machten blaue Augen Annette Humpe „ganz sentimental“. Ihre unwiderstehliche Wirkung besang wenig später auch die US-amerikanische Pop-Ikone Madonna. Die unergründliche Tiefe der Farbe Blau übt seit jeher eine magische Anziehungskraft auf beide Geschlechter aus. Einer vergangenen Umfrage von ElitePartner zufolge würde die Mehrheit der Deutschen am liebsten in blauen Augen versinken. Was haben die Blauäugigen also an sich, das uns dermaßen den Kopf verdreht?

Seltenes weckt Begehrlichkeiten

Wen Mutter Natur mit blauen oder braunen Augen beschert, hängt wie so oft von der Vererbung ab. Grundsätzlich gilt: Das für die braune Augenfärbung verantwortliche Allel ist dominant und setzt sich daher in der Regel gegen die rezessive Ausprägungsform eines Gens durch. Besitzt also nur ein Elternteil helle Augen, ist die Wahrscheinlichkeit, diese an seine Nachkommen weiterzugeben relativ klein. Dieser kurze Exkurs in die Vererbungstheorie macht deutlich, warum Menschen mit blauen Augen immer mehr an Seltenheitswert gewinnen und damit dem aktuellen Schönheitsideal entsprechen.

So sanft und doch so stark

Um die wesentlichen Charaktereigenschaften von Blauäugigen ranken sich viele Mythen und Legenden. Während im Orient blaue Augen mit dunklen Mächten in Verbindung gebracht wurden, die mit ihrem „bösen Blick“ Unheil und Verderben über die Menschen brachten, galt die helle Augenfarbe im Norden und Westen vor allem bei Männern als Zeichen von Kühnheit. Frauen hingegen wurden Sanftmut, Treuherzigkeit und Reinheit zugesprochen.

Erst im vergangenen Jahr gelang es einem Forscherteam der Universität Pittsburgh, einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Augenfarbe und dem Schmerzempfinden herzustellen. Hierzu wurden 58 schwangere Frauen mit hellen und dunklen Augen vor und nach der Entbindung beobachtet. Das Ergebnis: Die dunkeläugigen Damen wiesen eine deutlich niedrigere Schmerzschwelle als die helläugigen Studienteilnehmerinnen auf. Daraus schlussfolgerten die Wissenschaftler, dass Besitzerinnen von sanften blauen Augen generell schmerzunempfindlicher sein müssen.

Blaue Augen dank Laser

Wer seine temperamentvolle, dunkle Augenfarbe gegen das begehrte Blau tauschen will, muss sich nach wie vor mit farbigen Kontaktlinsen behelfen. Nicht mehr lange! Der kalifornische Biologe Dr. Gregg Homer und seine Kollegen von Strōma Medical Corporation arbeiten derzeit mit Hochdruck an einer non-invasiven Laserbehandlung, die innerhalb von 20 Sekunden den Wechsel von Braun zu Blau ermöglichen soll. Was nach Science-Fiction klingt, kann schon in wenigen Jahren den weltweiten Schönheitsmarkt revolutionieren.

Im Interview mit dem US-amerikanischen Sender CNN verriet der eifrige Visionär einige Details. Seinen Ausführungen zufolge, basiert die neuartige Methode auf dem Wissen, dass „sich unter jedem braunen Auge ein blaues befindet und es demnach keine klassische Blaufärbung des Auges gibt“. Für die dunkle Farbe ist eine dünne Pigmentschicht auf der Iris verantwortlich, die während der Behandlung vorsichtig mit einem „Q-switched Nd:YAG-Laser“ abgetragen wird. Wird das Auge auf diesem Weg entpigmentiert, zeigt sich die Regenbogenhaut in einem strahlenden Blau. Den Vorgang vergleicht der Wissenschaftler mit der Rayleigh-Streuung, bei der „die kürzesten Wellenlängen gestreut werden, die gleichzeitig den blauen Anteil des Lichts ausmachen“.

Nach der Prozedur soll es allerdings zu einer vorläufigen Dunkelfärbung der Iris kommen, die im Laufe der darauffolgenden zwei bis vier Wochen allmählich aufhellen würde. Laut Dr. Homer erstrahlen die Augen erst nach Beendigung der Regenerationsphase in ihrer originären Farbe: dem schimmernden Baby-Blau.

Wer die Welt mit anderen Augen sehen möchte, sollte sich derweil in Geduld üben. Das Verfahren befindet nach wie vor in der klinischen Testphase. Mehr Informationen hierzu erhältst Du auf der Website des Unternehmens: www.stromamedical.com

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